Freitag, 26. April 2019

Wiederholung


Baden-Baden schreibt ein Buch:
Szenische Lesung wird wiederholt

Eine gute Nachricht für alle, die im Januar entweder keinen Platz bekamen oder es schlicht nicht zu dem Termin geschafft hatten: Die bewegende szenische Lesung des Projekts „Baden-Baden schreibt ein Buch“ wird am Sonntag, 19. Mai, wiederholt!


Die Veranstaltung ist Teil der Ausstellung „Kinder. Opfer zwischen den Grenzen“ von Gero Hellmuth, die am 10. Mai im Alten Dampfbad eröffnet wird und bis zum 2. Juni zu sehen sein wird.

Die Ausstellung widmet sich dem existenziellen Thema, was die Schrecken eines Krieges und einer Flucht für Kinder bedeuten. Kinderseelen erfahren tiefes Leid, denn sie sind noch völlig schutzlos und die Schäden an ihrer Seele oft irreparabel. Die Arbeiten des Künstlers aus Singen berühren den Betrachter, seine abstrakten großformatigen Arbeiten sind zeitlos und universell, heißt es im Flyer des Kulturbüros, das Veranstalter dieser Ausstellung ist. 


 

Die Ausstellung wird am Freitag, 10. Mai, um 19 Uhr feierlich durch Oberbürgermeisterin Margret Mergen im Beisein des Künstlers eröffnet. Die Laudatio wird Professor Hans Gercke halten.

Ausstellungszeiten: Dienstag bis Freitag 15 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr. Eintritt frei.


Unbedingt Plätze reservieren!

Im Rahmenprogramm finden am Sonntag, 19. Mai, um 16 und um 19 Uhr noch einmal die berührenden szenischen Lesungen „Geschichten von Flucht und Vertreibung – Neubeginn 1945 bis heute“ statt. 


Baden-Badener mit Flucht und Migrationshintergrund haben in einer Schreibwerkstatt emotionale Schlüsselmomente zusammengetragen, die sie in Auszügen präsentieren, umrahmt von einer Soundinstallation der ehemaligen Baldreit-Stipendiatin Rike Scheffler. 


Die Texte werden sowohl von Schauspielerin Nadine Kettler und Schauspieler Ron Spieß als auch von den Geflüchteten selbst vorgetragen. Der Eintritt ist frei. Achtung: Es gibt nur sehr wenige Sitzplätze! Der Ansturm für die Lesungen im Januar war überwältigend, viele Interessenten mussten abgewiesen werden. Diejenigen, die einen Platz bekamen, erlebten damals mitreißende, zu Herzen gehende Augenblicke.

Mehr dazu lesen Sie hier => KLICK

Deshalb die dringende Bitte, wieder von der Gelegenheit Gebrauch zu machen, Plätze zu reservieren!

Wenn Sie einen Platz reservieren möchten, dann können Sie dies tun! Bitte geben Sie dazu unbedingt an, zu welcher der beiden Veranstaltungen Sie kommen wollen (Uhrzeit), und wieviele Plätze Sie benötigen. Bitte Mails ausschließlich an Ulla Hocker schicken!
Mail: ulla.hocker@gmx.de


Vortrag und Theaterstück

Am Dienstag, 21. Mai, gibt es außerdem noch einen UNICEF-Vortrag mit Konzert in der Stiftskirche. Eintritt frei.

Am Dienstag, 28. Mai, um 20 Uhr wird im Alten Dampfbad das Theaterstück „Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs“ des Landestheaters Württemberg-Hohenzollern Tübingen/Reutlingen im Rahmen der Baden-Württembergischen Theatertage gezeigt - mit Nachgespräch in Anwesenheit des Künstlers Gero Hellmuth. Eintritt 15 Euro. (Tickets beim Ticketservice, Bäderstraße oder der BBT-Tourist-Information Schwarzwaldstr. 52).


Montag, 28. Januar 2019

Klangteppich

Von dem Wunsch anzukommen...


Wie sich die Klanginstallation Rike Schefflers zum Thema „Baden-Baden schreibt ein Buch“ anhörte, können Sie hier erleben=>




Zum Anhören HIER Klicken



"Von dem Wunsch Anzukommen" 
mit Texten d. Autor*innen von "Baden Baden schreibt ein Buch"
Idee: Rike Scheffler & Angelika Schindler
Konzept & Textkomposition: Rike Scheffler
Musik: Ment
Mix: Horst Körner, MGB Studios Berlin
Graphik: Lisa Kästner




Sonntag, 20. Januar 2019

Schreibprojekt


Szenische Lesung mit Klangteppich war 
ein einmaliger Glanzpunkt mit Emotionen pur

Emotionen pur auf allen Seiten – immer wieder schwankte das Publikum zwischen Tränen der Rührung und großen Respekt vor dem Mut und der Tatkraft der Akteure, und auch diese waren sichtlich ergriffen. Mit anderen Worten: Die szenische Lesung mit Klangteppich der Aktion „Eine Stadt schreibt ein Buch“ setzte gestern einen grandiosen vorläufigen Schlusspunkt unter das Projekt „Baden-Baden liest und schreibt ein Buch“.


Das Interesse der Baden-Badener an dem Projekt ist ungebrochen groß, deshalb hatten sich die Veranstalter entschieden, zwei Termine an einem Tag anzubieten - und natürlich! An beiden war der Bonhoeffersaal mehr als ausgebucht, und viele Unbekümmerte, die das Angebot der Reservierung leider nicht genutzt hatten, wurden enttäuscht und mussten nach Hause geschickt werden. Sie haben definitiv einen einmaligen Glanzpunkt verpasst.

Bis auf den letzten Platz besetzt war der Bonhoefferssal zu beiden Terminen

Hatte man sich im Jahr 2018 mit vielfältigen Aktionen ganz dem Thema Lesen gewidmet und sich auf Anregung des Bündnisses „Baden-Baden ist bunt“ in der ganzen Stadt anhand des Buches „Ertrinken“ mit Gerhard Durlachers Kindheit im Dritten Reich in Baden-Baden beschäftigt, so steht das Jahr 2019 im Zeichen des Schreibprojekts, das der Arbeitskreis Stolpersteine initiiert und begleitet hat. 

Die Organisatorinnen Angelika Schindler, Petra Mallwitz und Ulla Hocker (von links)
 
Seit einen Jahr sammeln Angelika Schindler, Petra Mallwitz und Ulla Hocker nun schon Fluchtgeschichten aus verschiedenen Jahrzehnten und unterschiedlichen Startländern, die alle in Baden-Baden endeten; sie arbeiteten mit interessierten Teilnehmern in zahlreichen Workshops jeweils einen Schlüsselmoment der Flucht aus und begleiteten den Schreibprozess intensiv. Eine Arbeit, die, wie die Drei gestern verrieten, noch lange nicht abgeschlossen ist, weil sich immer noch Menschen melden und ihre Geschichte ebenfalls aufschreiben wollen. Ziel wird - vielleicht im Herbst - ein Buch werden, in dem all diese gesammelten Geschichten veröffentlich werden sollen.

Gestern entpuppte sich der erste Zwischenschritt, eben jene „Szenische Lesung mit Klanginstallation“, als unglaubliche, unvergessliche emotionale Achterbahnfahrt. 

 

Auch der Klangteppich der Berliner Künstlerin Rike Scheffler (siehe unten), aus dem kleine Schnipsel der Fluchtgeschichten erklangen, war genau die richtige Einstimmung. 




Die Künstlerin Rike Scheffler (rechts) mit der derzeitigen Baldreit-Stipendiatin, Charlotte Eifler

Die Teilnehmer selbst berichteten sehr ergreifend über die Gründe, die sie in die Flucht getrieben hatten, sie berichteten über die Schwierigkeiten auf dem Weg, über atemberaubende Zufälle und Glücksmomente, sie berichteten vom Ankommen in Baden-Baden und zeigten Erinnerungsstücke, die sie aus der Heimat mitgenommen haben, das reicht von der Schreibmaschine, einer Pelzmütze und einem Schatzkästchen oder einem roten Schal bis hin zum Salz- und Pfefferschälchen, einem Koffer oder einem Hobel. 


Die Schauspieler Nadine Kettler und Ron Spieß ergänzten diese Berichte mit ausdrucksstark vorgetragenen Passagen aus den Fluchtgeschichten, und die Dramaturgie des Zusammenspiels begeisterte alle.

Nadine Kettler


Ron Spieß

Und auch die Akteure hatten zum Schluss allen Grund zum Strahlen. Sie hatten zusammen mit dem Arbeitskreis Stolpersteine und unterstützt durch die Dramaturgin des Theaters, Leona Lejeune, intenive Probenzeiten hinter sich. Zusammenfassend kann man sagen: Die großen Mühen haben sich gelohnt! Danke!








Montag, 7. Januar 2019

Schlüsselmomente 20. 1. 2019


Emotionale Schlüsselmomente der Flucht
und eine außergewöhnliche Klanginstallation

Seit über einem Jahr bewegt die Aktion „Eine Stadt liest und schreibt ein Buch“ des Bündnisses „Baden-Baden ist bunt“ die Stadt. Im Jahr 2018 stand das Lesen mit Gerhard Durlachers Kindheitserinnerungen „Ertrinken“ im Fokus. Viele ergreifende Höhepunkte wie die Buchvorstellung, der Durlacher-Abend, Kirchendachlesung, Stadtspaziergänge, Readers Corners, Vorträge, Szenische Lesungen oder auch das Laubhüttenfest bewegten unzählige Baden-Badener, und vor allem beschäftigten sich auch viele weiterführende Schulen mit dem Buch und dem Thema. 




Das neue Jahr steht nun ganz unter dem Zeichen der Schreibfeder.
Geschrieben wird zwar schon seit zwölf Monaten; dutzende Menschen meldeten sich auf den Aufruf des Arbeitskreises „Stolpersteine“ und waren bereit, über ihre ganz persönlichen Fluchtgeschichten zu berichten, die sie irgendwann einmal nach Baden-Baden geführt hatten. Sie hatten unterschiedliche Motive für ihre Flucht und kamen aus aller Herren Länder, aber alle hatten einen ganz besonderen Moment ihrer Flucht tief in ihrem Herzen begraben. Ein Schatz, der mühe- und liebevoll in endlosen Gesprächen und zahlreichen Workshops ans Tageslicht gebracht wurde.

Denn Baden-Baden ist seit 1945 immer wieder zum Zufluchtsort für menschen geworden, die ihre Heimat verlassen mussten. Manche sind schon vor Jahrzehnten gekommen, für andere ist der ort eine vorläufige Bleibe, an dem sie noch keine wurzeln geschlagen haben.
In einer Schreibwerkstatt haben diese Menschen ihren wichtigsten emotionalen Schlüsselmoment aufgeschrieben, der viel über Flucht und Neubeginn erfahrbar macht. In ihren Texten erzählen sie von Erlebnissen in verschiedenen Ländern und zu unterschiedlichen Zeiten. Dennoch teilen sie viele Erfahrungen und lassen jetzt auch Gäste in einer szenischem Lesung daran teilhaben.




Einer der Teilnehmer, Khalil Khalil aus Syrien, hat hierzu ein ergreifendes Video gedreht => KLICK

 
KLICK

Bereits das ganze Jahr 2018 über druckte das Badische Tagblatt als Kooperationspartner der Aktion einzelne Geschichten ab. Nun fährt die Gruppe des Arbeitskreises Stolpersteine mit den drei rührigen Initiatorinnen der Schreib-Aktion, Angelika Schindler, Ulla Hocker und Petra Mallwitz, den Lohn der von ihnen betreuten Workshops ein: Sie präsentieren am Sonntag, 20. Januar, ausgewählte Geschichten und die Menschen, die sie geschrieben haben. Aber nicht nur das.

Diese berührenden Momente und Erzählungen werden in einer szenischen Lesung professionell durch die Schauspielerin Nadine Kettler und den Schauspieler Ron Spieß vorgetragen. Die Urheber und Schreiber der Geschichten sind natürlich auch dabei, und gibt es als besondere Überraschung eine Klanginstallation der Berliner Künstlerin und ehemaligen Baldreit-Stipendiatin Rike Scheffler. Lassen Sie sich überraschen!

Der Andrang wird sicherlich groß werden, deshalb gibt es zwei Vorführungen am 20. Januar: Um 13 und um 16 Uhr.

Die Veranstaltung findet im Bonhoeffersaal, Bertholdstr. 6a, statt, der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Wenn Sie einen Platz reservieren möchten, dann können Sie dies tun! Bitte geben Sie dazu unbedingt an, zu welcher der beiden Veranstaltungen Sie kommen wollen (Uhrzeit), und wieviele Plätze Sie benötigen. Bitte Mails ausschließlich an Ulla Hocker schicken!
Mail: ulla.hocker@gmx.de

Veranstalter sind der Arbeitskreis Stolpersteine in Kooperation mit Aktionsfond ViRal, das Bündnis „Baden-Baden ist bunt“, die Evangelische Kirchengemeinde Baden-Baden, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Kulturamt der Stadt Baden-Baden, Stadtbibliothek, Theater Baden-Baden und Volkshochschule Baden-Baden.

Damit ist das Projekt aber noch nicht beendet. Es ist geplant, alle Texte im Herbst als Buch herauszubringen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist übrigens auch noch die Sonderedition von Gerhard Durlachers Buch „Ertrinken – eine Kindheit im Dritten Reich“ zu einem Sonderpreis exklusiv im Baden-Badener Buchhandel erhältlich. 





 

Donnerstag, 29. November 2018

Abschlussbilanz


Positive Bilanz zur großen Mitmach-Aktion
Bunte Projekte, zufriedene Initiatoren

(Von Silke Heimann) 
„Es war ein umwerfender Erfolg! Die Bevölkerung hat begeistert mitgemacht, wir hatten viele Kooperationspartner und Förderer, die Veranstaltungen waren fast durchweg gut besucht“, so das Fazit von Rita Hampp, Sprecherin des Bündnisses Baden-Baden ist bunt zur Aktion „Baden-Baden liest ein Buch“.
 
 
Mit der Aktion „Baden-Baden liest ein Buch“ blicken die Organisatoren auf ein arbeitsintensives, aber auch auf ein sehr bereicherndes und erfolgreiches Jahr zurück. Am Mittwochabend trafen sich die Initiatoren des Bündnisses „Baden-Baden ist bunt“ und der Arbeitskreis Stolpersteine zu einem Resümee mit den Kooperationspartnern in der Stadtbibliothek. 




Zahlreiche Institutionen, Schulen und Vereine der Stadt trugen in den letzten Monaten mit ihren facettenreichen Beiträgen zu einem beispiellosen Gesamtprojekt bei. Nicht zu vergessen die aufgeschlossene Bevölkerung, bei der das Projekt auf eine überaus positive Resonanz stieß.


Erinnert werden sollte an den inzwischen verstorbenen Gerhard Durlacher, der am 10. Juli 2018 seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte. Sein autobiografisches Buch „Ertrinken - eine Kindheit im Dritten Reich“ sollte als eine Spurensuche in unserer Stadt - nach weitere Geschichten, Lebenswegen, Schicksalen, nach Schauplätzen und Hintergründen dienen. Die Idee, dass die ganze Stadt dieses Buch liest, Aktionen initiiert und mitmacht, war ein Jahr zuvor geboren.


Es begann im Januar 2018 mit der Auftaktveranstaltung und Buchvorstellung im Gymnasium Hohenbaden unter Mitwirkung von Schülern der Klasse 8b. Das Highlight bildete dann ein Abend mit der niederländischen Autorin Jessica Durlacher und ihrer Schwester Eva sowie Durlachers Witwe Anneke im Richard-Wagner-Gymnasium. Die Lesung und eine Talkrunde mit den Durlachers wurde mit einer Aufführung der Theater AG und der Filmvorführung „Ertrunken“ von Georg von Langsdorff abgerundet.

Vielfältige Lesungen mit dem Verein Leselust und
der deutsch-israelischen Gesellschaft, ganz besondere Stadtspaziergänge mit dem Arbeitskreis Stolpersteine und dem Theater, die Readers Corner der Stadtverwaltung, eine beeindruckende Kirchendachlesung in der Stiftskirche mit Pfarrer Michael Teipel und viele weitere Vortragsveranstaltungen folgten. Um allen Interessierten einen Einblick in das jüdische Leben zu gewähren, feierte die israelitische Kultusgemeinde im Septemebr das Laubhüttenfest öffentlich in den Kurhauskolonnaden und lud anschießend zu einem umfassenden Informationsabend ins Gemeindezentrum ein.
Parallel zu all diesen Aktionen initiierte der Arbeitskreis Stolpersteine noch das Projekt „Baden-Baden schreibt ein Buch“. Die Präsentation dieser Ergebnisse steht noch aus: Am Sonntag, 20. Januar 2019, werden um 16 Uhr im Bonhoeffersaal in einer szenischen Lesung in Kooperation mit dem Theater Beiträge aus einem Schreibworkshop vorgestellt, in denen Geflohenen aus verschiedenen Zeiten und Ländern einen besonderen Augenblick ihrer Fluchtgeschichte aufgeschrieben haben.

Zum Schluss bleiben den Initiatoren zwei Wünsche: Der Appell an den Gemeinderat, den Hindenburgplatz umzubenennen oder zumindest eine der namenlosen Brücken Gerhard Durlacher zu widmen, um sein Gedenken in unserer Stadt zu bewahren. Und die Hoffnung, durch den Verkauf des vergriffenen und deshalb neu aufgelegten Buches weitere Stolpersteine für Baden-Baden zu finanzieren. Dieser Wunsch hat sich leider noch nicht erfüllt, denn lediglich ein Drittel der Auflage wurde bisher verkauft. Aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt und die beiden Baden- Badener Innenstadt-Buchhandlungen sind für das beginnende Weihnachtsgeschäft gut bestückt. 

 

Überblick


Ein Jahr Mitmach-Aktion - Überblick

Die Aktionen und Veranstaltungen im Rahmen der Aktion „Baden-Baden liest (und schreibt) ein Buch“.

Eine Initiative von Bündnis „Baden-Baden ist bunt“ mit Arbeitskreis Stolpersteine

Die Idee

Das Aktionsbündnis „Baden-Baden ist bunt“ erinnert an den inzwischen verstorbenen Gerhard Durlacher, der am 10. Juli 2018 seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte. Sein autobiographisches Buch „Ertrinken – eine Kindheit im „Dritten Reich“ ist Ausgangspunkt für eine Spurensuche in Baden-Baden - nach weiteren Geschichten, Lebenswegen und Schicksalen, nach Schauplätzen und Hintergründen. Unterschiedliche Kooperationspartner tragen aus ihrer Perspektive einen Mosaikstein zum Gesamtprojekt bei: in Form von Vorträgen und Diskussionsrunden, Lesungen und Theaterinszenierungen, Stadtspaziergängen, Schulprojekten und Filmvorführungen etc. Mit dabei sind der Arbeitskreis Stolpersteine Baden-Baden, zahlreiche Schulen, das Theater, die Deutsch-Israelische Gesellschaft, das Stadtmuseum, die örtlichen Buchhandlungen, die Volkshochschule, der Verein Leselust, das Badische Tagblatt, die Stadtbibliothek, das Kulturamt und viele weitere Einrichtungen der Stadt.




Chronologie

Mehr als ein Jahr Vorbereitungen waren nötig, um bei einem gemeinsamen Treffen im Juli 2016 aus einer ersten Idee die Mitmach-Aktion „Eine Stadt liest und schreibt ein Buch“ zu gestalten. Schnell war dem kleinen Organisations-Team klar, welches Buch ausgewählt wird: Gerhard Durlachers „Ertrinken“. Leider war es nicht mehr im Handel erhältlich und musste neu überarbeitet und herausgegeben werden. Angelika Schindler übernahm den Part der Herausgeberin, Prof. Dr. Peter Steinbach konnte für ein Vorwort gewonnen werden, der Druck wurde privat vorfinanziert. Der Verkaufspreis wurde extra sehr moderat festgelegt, damit sich möglichst viele Interessierte (besonders die Schulen standen hier im Fokus) das Buch kaufen und sich mit dem Thema beschäftigen können. Vom Überschuss sollten weitere Stolpersteine für Baden-Baden finanziert werden. Allerdings ist die Aktion bislang noch nicht kostendeckend.


Aktionen

Mittwoch, 13. September 2017 – Das Bündnis trifft sich mit mehr als zwei dutzend engagierten Privatpersonen und Kooperationspartnern in der Kulturscheune in Baden-Baden und bildet einen Ideenpool. Es folgen monatliche Zusammenkünfte, um das Projekt detailliert zu voranzutreiben.=> KLICK




Ende November 2017 – Das Buch ist da! Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Über 3000 Exemplare treffen in Baden-Baden ein und müssen in ein Zwischenlager geschleppt werden. Plakate werden entworfen und ausgedruckt. => KLICK



Mittwoch, 10. Januar 2018 - Wir stellen Oberbürgermeisterin Margret Mergen das Buch vor und stoßen auf begeisterte Unterstützung  => KLICK





Donnerstag, 25. Januar 2018 – Auftaktveranstaltung mit Buchvorstellung in der Aula des Gymnasiums Hohenbaden unter Mitwirkung von Schülern der 8b, mit Beiträgen von Dr. Kurt Hochstuhl und der Historikerin und ARTE-Redakteurin Angelika Schindler. => KLICK



Die 8b vom Hohenbaden bereitet sich auf die Buchpräsentation vor => KLICK


 

Donnerstag, 25. Januar 2018 - Zum Nachlesen: Angelika Schindlers Portrait über Gerhard Durlacher => KLICK 



Montag, 29. Januar 2018 - Oberbürgermeisterin Margret Mergen lässt vor der Gemeinderassitzung jedem Stadtrat ein Durlacher-Buch auf den Platz legen. => KLICK



Freitag, 2. Februar 2018 - Das Foto täuscht! Unser Angebot, das Buch im Café Kunsthalle immer wieder freitags nachmittags mit Lesern zu diskutieren, wurde nur am ersten Tag super angenommen. Die Aktion wurde nach einem Monat eingestellt, weil nur ein oder zwei Teilnehmer kamen. => KLICK




Donnerstag, 8. Februar 2018 - Im Gymnasium Klosterschule vom Hl.Grab wird das Buch gelesen und reißt sogar Lesemuffel der 10 a aus der Lethargie! => KLICK



Montag, 26. Feburar 2018 - Ein privater Lesekreis trifft sich in kulinarischer Runde, um sehr engagiert über das Buch zu diskutieren. Es gibt sogar Katzenzungen!  => KLICK

 

Dienstag, 8. Mai 2018 - „Trotzdem leben!“. Ein Abend mit der niederländischen Autorin Jessica Durlacher und ihrer Schwester Eva sowie Durlachers Witwe Anneke in der Aula des Richard-Wagner-Gymnasiums. Mit Filmvorführung „Ertrunken“ von Georg von Langsdorff und unter Mitwirkung von Schülern des RWG. Gesprächsführung durch Angelika Schindler. => KLICK

 

Donnerstag, 10. Mai 2018 – Barbara Hoffs von der deutsch-israelischen Gesellschaft liest anlässlich des 85. Jahrestages der Bücherverbrennung am Platz hinter der Stadtkirche aus „Ertrinken“. => KLICK

 

Mehrere Tage im Juni 2018 – Der Verein Leselust in Baden liest im Stadtmuseum für Kinder aus dem Buch „Das Mädchen mit der Perlenkette“. Ein Erfolg: Sechs Termine wurden von den Kindergärten gebucht. => KLICK


Freitag, 8. Juni 2018 – Manfred Bender stellt im Rahmen des Café international die Zerstörung der Baden-Badener Synagoge und das Schicksal der Baden-Badener Juden vor. Das trifft auf große Aufmerksamkeit im Raum, und für die hauptsächlich aus Eritrea stammenden Besucher gibt es eine Übersetzung in Tigrinya.

Montag bis Donnerstag, 11. bis 14. Juni 2018 – Die Readers Corner der Stadtverwaltung im Rathausgarten ist jeden Tag in der Mittagspause gut besucht. => KLICK


Mitte Juni – Readers Corner an vier Tagen mit Stefan Lutz-Bachmann in der Tagespflege der Caritas.

Samstag, 16. Juni 2018 – Lese-Spaziergang mit dem Theater Baden-Baden an verschiedenen Schauplätzen mit ausgewählten Texten aus dem Buch „Ertrinken“. => KLICK

 

Dienstag und Mittwoch, 19. und 20. Juni 2018 - „Reader's Corner“ mit Tina Lipps im Via-Wohnprojekt. => KLICK


Donnerstag, 21. Juni 2018 – Biografie-Werkstattgespräch in der Stadtbibliothek mit der Autorin Maren Gottschalk über das Leben von Sophie Scholz. => KLICK

 

Freitag, 22. Juni 2018 – Das Café international macht unter Führung von Anke Ickerodt zusammen mit Flüchtlingen eine Exkursion zu einzelnen, ausgewählten Stolpersteinen - mit vielen interessierten Rückfragen der Teilnehmer.

Dienstag, 3. Juli 2018 – Der Verein Leselust bietet im Stadtmuseum eine szenische Lesung aus Durlachers „Ertrinken“ für Oberstufenschüler an. Das Angebot ist ausgebucht, zwei weitere Aufführungen finden zwei Wochen später statt. => KLICK 

 

Samstag, 7. Juli 2018 – Vorstellung der Mitmach-Aktion anlässlich der Eröffnung des Salons Henry mit Readers Corner durch Eva Egloff. => 



Dienstag, 24. Juli 2018 – Beeindruckende Kirchendachlesung in der Stiftskirche mit Pfarrer Michael Teipel. => KLICK


Juli 2018 – Das Schreibprojekt des Arbeitskreises Stolpersteine wird mit einem Förderpreis des Aktionsfonds ViRal für zivilgesellschaftliches Engagement ausgezeichnet! => KLICK



Samstag, 4. August 2018 – Lesemarathon vor der Buchhandlung Straß. Mitglieder des Vereins Leselust in Baden lesen das komplette Buch an einem Vormittag vor.=> KLICK

 

Sonntag, 5. August 2018 – Historischer Stadtspaziergang auf den Spuren Durlachers im Rahmen der Sommerdialoge des Kulturbüros – mit der Historikerin und Arte-Redakteurin Angelika Schindler und Buchhändler Josua Straß. => KLICK


Mittwoch, 19. September 2018 – In Luthers Grünem Salon lesen Eva Egloff und Pfarrer Thomas Weiß unter dem Motto „Junges Erinnern“ Texte von Anne Frank und Selma Meerbaum-Einsinger. => KLICK





Donnerstag, 20. September 2018 – Vortragsabend mit Prof. Dr. Peter Steinbach zum Thema Heimat und Exil in der Vincenti-Grundschule mit einem Beitrag von Felix Vogt => KLICK



Sonntag, 23. September 2018 – Konzert mit Rosie Dasch in der Lutherkirche, in dem mit ergreifenden Liedern und Texten die Geschichte des Wilnaer Ghettos nachgezeichnet werden. Das Konzert wurde ermöglicht durch die Initiative von Gisela Erbslöh. => KLICK


Mittwoch, 26. September 2018 - Laubhüttenfest mit Speis und Trank und Lied und Gesang in den Kurhauskolonnaden mit einem anschließenden umfassenden Informationsabend über das jüdische Leben in Baden-Baden – zusammen mit der israelitischen Kultusgemeinde und dem „Trio Brahms Plus“ der Philharmonie, im Rahmen der interkulturellen Woche. => KLICK


Dienstag, 16. Oktober 2018 – Neuauflage des Stolperstein-Stadtspaziergangs vom 5. August => KLICK

Auch das Pädagogium hat sich im Deutschunterricht bei Herrn Rüdiger Lorth mit dem Thema beschäftigt und einen Film mit den wichtigsten Szenen aus „Ertrinken“ gedreht und eine kleine Fotostory verfasst. => KLICK



Ausblick auf 2019:

Am Sonntag, 20. Januar 2019 werden um 16 Uhr im Bonhoeffersaal in einer szenischem Lesung Ergebnisse aus den Schreibworkshops vorgestellt, in denen Geflohene aus verschiedenen Zeiten und Ländern einen besonderen Augenblick ihrer Fluchtgeschichte aufgeschrieben haben. Mit einer begehbaren Klanginstallation der ehemaligen Baldreit-Stipendiatin Rike Scheffler. => KLICK

In zeitlicher Nähe hierzu soll es außerdem noch einen Diskussionsabend über traumatisierte Kriegskinder geben.